Making Blues
Ignaz Netzer (voc, g, harp)
Albert Koch (voc, harp)
Neben der unüberschaubaren Masse an elektrischen Bands in der europäischen
Bluesszene gibt es wenige Musiker, die das Wagnis eingehen, unplugged
den Wurzeln des Blues nachzugehen - back to the roots. Doch der Publikumserfolg
gibt all jenen Recht, die bewußt auf technischen Schnickschnack
verzichten und - lediglich mit akustischer Gitarre, Harmonika und Gesang,
der Ur-Besetzung des Blues - von der ersten Sekunde an klarmachen, wo`s
langgeht: Blues pur, mitreißend, unverfälscht und schweißtreibend.
Making Blues bei einer SWR "Studiobrettl"-Produktion
Ignaz Netzer und Albert Koch vertreten genau diese Linie. Beide sind seit
Jahren befreundet und nach vereinzelten gemeinsamen Konzerten in deutschen
Clubs reifte Ende 1998 der Gedanke für eine permanente Zusammenarbeit.
Im Vordergrund steht die Spiellaune, welche nach wenigen Takten das Publikum
erfaßt und mitwippen läßt. Spätestens nach ihrem
ersten „Two Harp Boogie" kennt die Begeisterung keine Grenzen:
Mitsingen, mitklatschen, mitmachen ist angesagt. Brownie Mcghee, Sonny
Terry, Blind Boy Fuller hätten ihre Freude daran gehabt.
Dass zeitgenössische Themen im Blues hervorragend verarbeitet werden
können, beweisen die Eigenkompositionen von Netzer & Koch, so
z. B. Netzers vehemente Kampfansage an alle Neonazis in seinem Song „Brown
Monkeys".
Albert Koch (geb. 1959) erzeugt auf seinem 15cm langen
Instrument eine Power, die mancher mehrköpfigen Combo zur Ehre gereichen
würde und widerlegt all jene, die dieses Instrument immer noch ausschließlich
in Pfadfinderkreisen vermuten. Früh beeinflußt von der Harmonika
Sonny Terrys, beherrscht er alle traditionellen Spielweisen dieses Instruments.
Seine heutige Liebe gehört der modernen Bluesharp und diese eigentümliche
Mischung aus Tradition und Moderne kreiert eine selten zu hörende
Klangvielfalt.
Albert Koch ist ein sehr gefragter Sideman und arbeitete als Harpspieler
und Sänger mit vielen Größen der deutschen und internationalen
Szene wie Angela Brown, Louisiana Red, Jan Harrington, Jean Carroll oder
Eddie Taylor.
Er veröffentlichte mit den unterschiedlichsten Formationen 9 CDs.
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